
Unsere Geschichte
Vom ehemaligen Studio Scheitlin zur Luzerner Akademie der Künste
80 Jahre Tanzgeschichte in Luzern
Die heutige Luzerner Akademie der Künste – Schule für Tanz und Bewegung geht aus dem traditionsreichen ehemaligen Studio Scheitlin hervor, das über Jahrzehnte hinweg die Tanzlandschaft Luzerns geprägt hat. Seit 1946 stehen künstlerische Qualität, fundierte Ausbildung und die Freude an der Bewegung im Mittelpunkt unserer Arbeit.
Was einst als kleines Ballettstudio begann, entwickelte sich über Generationen hinweg zu einer der bedeutendsten Tanzschulen der Zentralschweiz. Heute führen wir dieses Erbe weiter – mit Respekt vor der Geschichte und einer klaren Vision für die Zukunft.
Die Anfänge
Im Jahr 1946 gründeten Bice und Daniel Scheitlin das damalige Studio Scheitlin und bauten gleichzeitig das erste professionelle Ballettensemble des Stadttheaters Luzern auf. Damit legten sie einen wichtigen Grundstein für die professionelle Tanzförderung in der Region und schufen einen Ort, an dem Tanz nicht nur als Bewegung, sondern als eigenständige künstlerische Ausdrucksform verstanden wurde.
Von Beginn an stand das klassische Ballett als Fundament der Ausbildung im Zentrum. Präzision, Musikalität, Disziplin, Körperbewusstsein und künstlerischer Ausdruck prägten den Unterricht. Diese Grundwerte begleiteten die Entwicklung der Schule über Jahrzehnte hinweg und bilden bis heute einen wesentlichen Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit.
Die Verbindung von technischer Qualität und künstlerischer Sensibilität war dabei von Anfang an entscheidend. Tanz sollte nicht nur erlernt, sondern erlebt und verstanden werden. Diese Haltung prägte Generationen von Schülerinnen und Schülern und wurde zu einem wichtigen Teil der Identität des Studios.
Eine Schule mit Tradition
In den 1950er-Jahren bezog das Studio seine heutigen Räumlichkeiten an der Sempacherstrasse 21b. Über viele Jahrzehnte wurden dort Generationen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ausgebildet. Für zahlreiche Tänzerinnen und Tänzer war das Studio der Beginn einer lebenslangen Verbindung zum Tanz – für einige auch der Einstieg in eine professionelle Laufbahn.
Das Studio Scheitlin entwickelte sich zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens Luzerns und wurde weit über die Region hinaus für seine hohe Ausbildungsqualität geschätzt. Der Unterricht richtete sich an Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Zielen: an Kinder, die ihre ersten Schritte im Ballett machten, an Jugendliche mit ernsthaften künstlerischen Ambitionen und an Erwachsene, die ihre Freude an Tanz und Bewegung entdecken oder vertiefen wollten.
Über die Jahre entstand dadurch eine besondere Verbindung zwischen Schule, Stadt und Tanzgemeinschaft. Viele ehemalige Schülerinnen und Schüler blieben dem Tanz verbunden, sei es auf professioneller Ebene, in pädagogischen Tätigkeiten oder ganz persönlich als lebenslange Leidenschaft.
Kontinuität über Generationen
Nach der Gründerzeit wurde die Schule von verschiedenen Persönlichkeiten weitergeführt, welche die pädagogische Tradition bewahrten und gleichzeitig neue Entwicklungen im Tanz aufnahmen. Jede Generation brachte neue Impulse mit und trug dazu bei, die Schule weiterzuentwickeln, ohne ihre Wurzeln aus den Augen zu verlieren.
Dabei erweiterten sich das Unterrichtsangebot und die künstlerischen Perspektiven kontinuierlich. Neue Tanzformen und zeitgenössische Entwicklungen fanden ihren Weg in den Unterricht, während das klassische Ballett weiterhin eine wichtige Grundlage bildete.
Diese Verbindung von Tradition und Veränderung wurde zu einem prägenden Merkmal der Schule. Die klassische Ausbildung vermittelte technische und körperliche Grundlagen, während neue Einflüsse den Blick auf Tanz als zeitgenössische Kunstform erweiterten.
So entstand über Jahrzehnte eine lebendige Tanzkultur, die sowohl auf bewährten pädagogischen Prinzipien als auch auf Offenheit gegenüber neuen künstlerischen Ausdrucksformen beruhte.
Tanz als ganzheitliche Ausbildung
Im Laufe ihrer Geschichte verstand sich die Schule zunehmend nicht nur als Ort der technischen Tanzausbildung, sondern als Raum für persönliche, künstlerische und körperliche Entwicklung.
Tanz fördert Körperbewusstsein, Koordination, Musikalität, Konzentration und Ausdruck. Gleichzeitig vermittelt er wichtige soziale und persönliche Kompetenzen: Ausdauer, Selbstvertrauen, Disziplin, Kreativität und die Fähigkeit, gemeinsam mit anderen zu arbeiten.
Diese ganzheitliche Perspektive bildet auch heute eine wichtige Grundlage der Ausbildung. Unabhängig davon, ob Schülerinnen und Schüler eine professionelle Laufbahn anstreben oder Tanz als persönliche Leidenschaft betreiben, soll der Unterricht Raum für Entwicklung, Entdeckung und individuelle Ausdrucksmöglichkeiten schaffen.
Ein neues Kapitel
Im Jahr 2025 beginnt ein neues Kapitel dieser beinahe 80-jährigen Geschichte.
Aus dem ehemaligen Studio Scheitlin entsteht die Luzerner Akademie der Künste – Schule für Tanz und Bewegung.
Mit der Neuausrichtung und einer zeitgemässen künstlerischen Leitung entwickelt sich die Schule zu einer Akademie, welche die lange Tradition des Hauses bewahrt und gleichzeitig neue künstlerische Wege eröffnet.
Das klassische Ballett bleibt ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Gleichzeitig wird das Angebot durch weitere Tanz- und Kunstformen erweitert. Jazz, Contemporary, Hip-Hop, Theater und weitere künstlerische Disziplinen schaffen neue Möglichkeiten, Bewegung und Ausdruck zu erleben.
Damit entsteht ein vielseitiger Ort, an dem unterschiedliche Tanzstile, künstlerische Perspektiven und Generationen zusammenkommen.
Die Akademie richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene und möchte Menschen unabhängig von Alter, Vorerfahrung oder persönlichem Ziel für Tanz und Bewegung begeistern. Anfängerinnen und Anfänger sollen ebenso ihren Platz finden wie fortgeschrittene Tänzerinnen und Tänzer, die ihre technischen und künstlerischen Fähigkeiten vertiefen möchten.
Eine zeitgemässe Vision
Die Neuausrichtung steht für den Anspruch, die jahrzehntelange Erfahrung des ehemaligen Studio Scheitlin mit den Anforderungen und Möglichkeiten der Gegenwart zu verbinden.
Dabei geht es nicht darum, die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Vielmehr bildet die Geschichte des Hauses das Fundament, auf dem die zukünftige Entwicklung aufbaut.
Die bewährten Werte – Qualität, Disziplin, Musikalität, Ausdruck und Freude an der Bewegung – bleiben erhalten. Gleichzeitig öffnet sich die Akademie neuen pädagogischen Ansätzen, unterschiedlichen Tanzstilen und interdisziplinären Formen des künstlerischen Arbeitens.
Tanz wird dabei als lebendige Kunst verstanden, die sich ständig verändert und neue Perspektiven eröffnet. Die Ausbildung soll technische Sicherheit vermitteln, gleichzeitig aber auch Kreativität, Eigenständigkeit und künstlerische Neugier fördern.
Ein Ort für verschiedene Generationen
Eine besondere Stärke der Akademie liegt in ihrer Offenheit für unterschiedliche Generationen.
Kinder können ihre ersten Erfahrungen mit Bewegung und Tanz sammeln und dabei spielerisch Körpergefühl, Rhythmus und Koordination entwickeln. Jugendliche erhalten die Möglichkeit, ihre tänzerischen Fähigkeiten gezielt auszubauen und ihre eigene künstlerische Persönlichkeit zu entdecken.
Für Erwachsene bietet die Akademie einen Raum, um Tanz neu zu entdecken, bereits vorhandene Kenntnisse weiterzuentwickeln oder ganz einfach die Freude an Bewegung und Musik zu erleben.
Damit bleibt die Schule dem ursprünglichen Gedanken verbunden, Tanz für Menschen zugänglich zu machen und gleichzeitig eine qualitativ anspruchsvolle Ausbildung anzubieten.
Tradition und Zukunft
Die Luzerner Akademie der Künste baut auf fast acht Jahrzehnten Erfahrung auf. Die Geschichte des ehemaligen Studio Scheitlin ist dabei nicht nur ein Blick zurück, sondern ein wesentlicher Bestandteil der Identität der heutigen Akademie.
Die Werte und Erfahrungen vergangener Generationen werden bewahrt und gleichzeitig weiterentwickelt. Eine zeitgemässe Pädagogik, neue künstlerische Impulse, internationale Vernetzung und ein interdisziplinäres Verständnis von Kunst und Bewegung eröffnen Perspektiven für die kommenden Jahre.
Die Akademie versteht sich als Ort der Begegnung, des Lernens und der künstlerischen Entwicklung. Sie möchte Tradition nicht als starres Konzept verstehen, sondern als lebendiges Fundament, das Veränderung ermöglicht.
So verbindet sich die Geschichte des Studio Scheitlin mit einer neuen Vision für die Zukunft.
Aus einem kleinen Ballettstudio, das 1946 gegründet wurde, ist über Generationen hinweg eine bedeutende Institution der Luzerner Tanzlandschaft entstanden. Mit der Luzerner Akademie der Künste wird diese Geschichte weitergeschrieben.
Die Vergangenheit bleibt dabei sichtbar und spürbar – in den Räumlichkeiten, in den Erinnerungen ehemaliger Schülerinnen und Schüler, in den pädagogischen Werten und in der Liebe zum Tanz.
Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorne: auf neue Generationen, neue künstlerische Formen und neue Möglichkeiten, Menschen durch Tanz und Bewegung zu inspirieren.
So bleibt die Geschichte lebendig – nicht als Vergangenheit, sondern als Fundament für die Zukunft.



